[DS1] Vom Anfang

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Kapaneus
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[DS1] Vom Anfang

Beitragvon Kapaneus » So 27. Jul 2014, 20:32

Um die Geschichte von Dark Souls zu verstehen muss man die Welt von Dark Souls verstehen. Daher hier ein kurzer und nicht vollständiger Abriss was bis zum Beginn des Spiels passiert.

Zu Beginn der Zeit war die Welt eine in Nebel gehüllte Einöde in der nichts existierte außer riesiger Bäume und unvergänglicher Drachen. Diese Drachen waren weniger die Lebewesen wie man sie sich in der üblichen Fantasy vorstellt sondern ein Bestandteil der Natur wie eben ein Baum oder ein Berg. In dieser Welt gab es kein Schwarz und Weiß, kein Leben und Tod sondern nur Grau und den Untod.
An irgend einem Punkt der Geschichte entstand das Feuer. Der Ursprung des Feuers ist unklar und auch nicht von Bedeutung, die Auswirkungen dafür umso mehr. Durch das Feuer war die Welt plötzlich nicht mehr grau sondern es gab Licht und Finsternis. In der Finsternis entstand Leben, äußerlich zwar den Menschen ähnlich aber doch anders. Kaum denkende Geschöpfe, mehr leere und seelenlose Hüllen.
Unter diesen Hüllen gab es wenige die zu höherem "bestimmt" waren. Ob durch Zufall oder Schicksal, jedenfalls fanden einige dieser Hüllen die Seelen der Fürsten im Feuer. Was auch immer diese Seelen sind wissen wir nicht, in jedem Fall machten diese Seelen ihre Finder aber mächtig und veränderten den Lauf der Geschichte.
Die Finder waren Nito, die Hexe von Izalith und Gwyn. Diese Wesen wurden zu dem was wir als Götter oder Herrscher betrachten würden. Unbemerkt von diesen "Göttern" wurde eine weitere Seele gefunden. Der verstohlene Zwerg (im englischen "furtive Pygmy" genannt), klein, unscheinbar und nicht am Streben nach Macht intressiert fand eine vierte Seele, die dunkle Seele.
Während den Herrschern nicht bekannt ist was aus dem Pygmy wurde nutzten diese ihre gefundene Macht und zogen gegen die ewigen Drachen in den Krieg. Was der Auslöser für den Krieg war ist nicht bekannt. Bekannt ist dagegen das der Drache Seath, von Geburt an nackt und ohne schützende Schuppen, sein Volk veriet und sich mit den Herrschern verbündete. Durch Seath wussten die Herrscher von den Schwachstellen der Drachen und rotteten diese (scheinbar ?) aus.
Ohne die Drachen als Herrscher dieser Welt begann das Zeitalter des Feuers. Ein unnatürlicher Zustand der den Königreichen der Menschen zur blüte verhalf. Das Zeitalter des Feuers kann allerdings nur bestehen solange die erste Flamme brennt. Flammen benötigen natürlich einen Brennstoff und jeder Brennstoff vergeht. Mit dem Nachlassen der Flamme verschwimmen die Kontraste wieder und die Welt steuert auf den Zustand zu ihrer Erschaffung hin. Die Grenzen zwischen Leben und Tod werden durchlässig und Menschen erwachen nach dem Tod in ihren Gräbern. Allerdings extistiert noch genügend Glut um das Feuer wieder zu entfachen und den Menschen eine weitere Chance zu geben.

An dieser Stelle erwachen wir. Zuerst nach unserem Tod in unserem Grab und dann im Spiel als Untoter im Asyl der Untoten. Hier werden wir eingesperrt und hier sollen wir bleiben bis das Ende der Welt herein bricht. Eingesperrt in einer dunklen Zelle, ohne Zeitgefühl und ohne Kontakt nach außen. Vielleicht ist das Ende schon gekommen und wir haben es einfach verpasst ? Woher sollen wir schon wissen was in der Außenwelt passiert ?
Bis zu dem Zeitpunkt als ein uns unbekannter Ritter uns zur Flucht verhilft und unser Abenteuer beginnt...

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Soweit ein kurzer Einstieg in die Welt von Dark Souls. Diese Einführung ist meiner Meinung nach nötig um die Beweggründe der Helden und Bösewichte (die Grenzen hier sind stark verwischt) zu verstehen. Mehr gibt es Morgen. ;-)
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Re: [DS1] Vom Anfang

Beitragvon Kyria » Mo 28. Jul 2014, 10:57

Hier eine kleine Ergänzung: (Natürlich ist ein Teil der Geschichte immer variabel durch den Interpretationsspielraum. Diese Variante der Geschichte lässt es ein wenig besser erkennen, warum die Kriege entstanden und wie die Dinge verknüpft sind.)

Am Anfang gab es die Oberwelt und die Unterwelt. Die Oberwelt war grau, mit Drachen, die schon seit Ewigkeiten existieren. Nichts ändert sich, nichts schreitet voran und nichts lebte oder starb. Die Unterwelt war dunkel (wenn man es denn so bezeichnen will, denn gibt es ohne Licht überhaupt Dunkelheit?) Doch als das Licht auftauchte brachte es Verzweiflung mit sich. Nun gab es Licht und Dunkelheit. Das Licht erhellte die Kreaturen, die sich zuvor noch in den Schatten der Unterwelt versteckten. Diese Kreaturen tauchten auf, um die Flamme zu untersuchen. Dadurch wurden Sie zu Riesen. In dieser Flamme war große Macht und 4 Riesen beanspruchten diese Macht. Die Macht formte diese 4 Riesen zu Nito (der Tod), die Hexe von Izalith (das Leben), Gwynn (das Licht) und der Pygmy/Zwerg (dieser hielt die "Dark Soul" jedoch geheim).

Der Pygmy teilte die "Dark Soul" mit den seelenlosen Hüllen und zeugte so die Menschheit. Die "Dark Soul" ist die Kraft, die die Menschen dazu treibt zu lieben, zu hassen und zu zerstören.Die "Dark Soul" ist einzigartig, da sie sich durch die Menschen wächst und verbreitet. Als der Pygmy ermordet wurde, war es bereits zu spät. Die "Dark Soul" verbreitete und vermehrte sich bereits in den Menschen.

Gwynn verfügte, dass das Licht mächtiger ist als das Grau in der Oberwelt und erklärte den Drachen den Krieg, um die Oberwelt zu erobern. Da die Drachen unsterblich waren, starben viele Silberritter. Doch da war ein Drache, Seath der Schuppenlose, der seine eigene Art verriet und Gwynn das Geheimnis ihrer Unsterblichkeit verriet: Die Steinschuppen sorgen für ihre Unsterblichkeit und ihre einzige Schwäche ist Blitz. So kam es, dass Gwynn und seine Krieger Blitzspeere schleuderten, um die Steinschuppen aufzubrechen, Nito entfesselte Krankheiten auf ihre freigelegte, schutzlose Haut und die Hexe von Izalith mit Ihren Hexen nutzen Feuer, um die Wohnstätten, die Archtrees zu Asche zu verbrennen. So kam es, dass die Drachen aufhörten zu existieren und die Riesen die Oberwelt bevölkerten.

Viele Städte wuchsen und gediehen, die Riesen wurden zu den Herrschern der Oberwelt und die Menschen beteten diese mächtigeren Wesen an. Gwynn gewährte Seath ein Stück seiner Seele und ein eigenes Fürstentum. Dort in seinen Archiven begann Seath an der Unsterblichkeit zu forschen. Viele Maiden wurden durch seine Experimente zu verdrehten Kreaturen, doch Gwynn unternahm nichts dagegen. Dadurch wendeten sich die Menschen von den Herrschern ab, als die Flamme zu schwinden begann und die Dunkelheit sich erhob.

Gwynn und die Hexe von Izalith wollen die aufkommende Dunkelheit verhindern. Die Hexe versucht hierfür die erste Flamme mit ihrem Feuer und Ihrer Fürstenseele zu kopieren, doch das geht nach Hinten los. Statt einer reinen Flamme, entsteht eine seltsam verdrehte Flamme aus der missgebildete Gestalten, die Dämonen, emporsteigen. Gwynn schickt seine Silberritter, doch diese sind den Dämonen nicht gewachsen. Sie kehren mit einer geschwärzten und zerkratzen Panzerung niedergeschlagen zu Gwynn zurück. Damit die Flamme nicht gänzlich zugrunde geht, opfert Gwynn sich selbst, sodass die Flamme noch ein wenig weiter brennt. Auch wenn die aufkommende Dunkelheit eventuell die Flamme überwältigen wird.

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Diese Geschichte geht ein wenig mehr auf die Verbindungen ein. Es ist selbstverständlich nicht vollständig, aber es konzentriert sich auf die Sage um die erste Flamme und den Kampf gegen die Dunkelheit. Wie es so weit kommen konnte und weshalb ausgerechnet die Menschen, die als Untote umherwandeln, nun die Flamme erneut entzünden (oder eben die Dunkelheit siegen lassen).
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Re: [DS1] Vom Anfang

Beitragvon Sigvald » Sa 30. Aug 2014, 14:35

Hiho,

ich hab mich nach vielen Spielstunden auch mal ein wenig mit der Geschichte beschäftigt. Dabei habe ich das so verstanden, das das Zeitalter des Feuers (oder auch Zeitalter der Götter) langsam dem Ende zu geht, da die Flammen langsam erlöschen. Und wie ihr schon beschrieben habt, hat Gwyn sich geopfert um die Flammen am Leben zu halten und die Hexe hat versaucht es zu kopieren, wobei dann unter anderem der einzige Sohn der Hexe, durch diese Chaosflamme, zum Lavastrmdämon (Ceasless Discharge) wurde.

Die dunkle Seele, die der Zwerg gefunden hat, wurde wie bereits erwähnt aufgespalten. Soweit ich das verstanden hab, sind die Menschlichkeiten, die man so finden kann, kleine Bruchteile dieser Seele.

Allerdings hab ich das dann so verstanden, dass das Erlöschen der Flamme im Endeffekt das Zeitalter der Menschen einläutet, da die "Götter" (Lords) ihre Macht verlieren. Zumindest kam mir das so vor, als ich mit Darkstalker Kaathe gesprochen habe. Sprich das dunkle Zeitalter ist das Zeitalter der Menschen. Wie seht ihr das?

Gruß,

Sigvald
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Re: [DS1] Vom Anfang

Beitragvon Kyria » Di 9. Sep 2014, 09:13

Das Dunkle Zeitalter ist das Zeitalter der dunklen Wesen, natürlich stehen die Menschen dann nicht mehr unter der Fuchtel der Lords, doch ein Leben in vollkommener Dunkelheit umringt von Schattenwesen. Kann sowas wirklich als Zeitalter der Menschen bezeichnet werden? Ich denke nicht. Die Menschen sind den Wesen der Dunkelheit doch gnadenlos unterlegen, genauso wie zuvor den Lords.
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