[DS1] Manus, Vater des Abgrunds

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Kapaneus
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[DS1] Manus, Vater des Abgrunds

Beitragvon Kapaneus » Mi 30. Jul 2014, 06:49

Auch wenn sich die Beteiligung eher in Grenzen hält möchte ich noch einen kleinen Thread zu Onkel Manus erstellen. Dies hier ist rein meine Deutung der Geschichte und muss bei weitem nicht vollständig korrekt sein.

Wer ist Manus ?
Es gibt diverse Aussagen nach denen Manus früher einmal menschlich war. Diese Info bekommen wir einerseits von seiner Seele, andererseits wird er aber auch von verschiedenen NPCs wie Elizabeth oder Chester als "primeval man" bezeichnet, als vorzeitlicher Mensch also. Aber kein gewöhnlicher Mensch denn seine Seele ist ein "lauwarmer Klumpen sanfter Menschlichkeit" (Google Übersetzung). Manus muss also überdurchschnittlich menschlich gewesen sein. So menschlich das er der Menschlichkeit einen Willen geben konnte. Der Zauber "Pursuer", der aus Manus Seele hergestellt wird liest sich wie folgt:

Sorcery of Manus, Father of the Abyss.
Grant a fleeting will to the Dark of humanity, and volley the result.
The will feels envy, or perhaps love, and despite the inevitably trite and tragic ending,
the will sees no alternative, and is driven madly toward its target.


Wie wurde also aus diesem "Super Menschen" der Vater des Abgrunds ?
Auch hier gibt uns Chester einen Hinweis:

Believe it or not…
Oolacile has brought the Abyss upon itself.
Fooled by that toothy serpent, they upturned the grave of primeval man, and incited his ornery wrath.


Manus war also begraben, ob tot oder untot wissen wir nicht. Und wenn man sich in der Endkampf Arena umschaut findet man dort auch ein einzelnes kleines offenes Grab, fast schon zu klein für einen Menschen. Wenn wir Chester glauben dann wurde dieses Grab also von Oolacile, angestachelt von einer "toothy" Schlange, geschändet. Ähnliches erfahren wir von Hawkeye Gough:

But, seduced by a Dark serpent or no,
They awoke that thing themselves, and drove it mad.


Was auch immer sie in dem Grab erhofft haben, sie haben es nicht gefunden. Das einzige was sie gefunden haben war ein kleiner Mensch, in den Händen ein alter, kaputter Anhänger. Aber selbst solch hässliche und unnütze Dinge haben einen Wert. Das Spiel selbst gibt uns an anderer Stelle bei einem anderen Anhänger einen Hinweis:

Even so, pleasant memories are crucial
to survival on arduous journeys.


Was also wenn der kaputte Anhänger ein Erinnerungsstück war ? Manus' letztes Andenken an glückliche Zeiten ? Und genau dieses Andenken wird von den machtgierigen Einwohnern Oolaciles gestohlen. Es kommt wie es kommen muss, Manus ist garnicht tot, wacht auf und bemerkt das Verschwinden seines Anhängers. Dieser Verlust traumatisiert ihn so sehr das er die Kontrolle über seine Menschlichkeit verliert und zu dem wird was wir im Spiel sehen:

Ancient Manus was clearly once human.
But he became the Father of the Abyss
after his humanity went wild, eternally
seeking his precious broken pendant.


Bleibt die Frage wer so menschlich sein kann das ihn eine solch traumatische Erfahrung körperlich und psychisch in ein Monster verwandelt. In ein Monster das den Abgrund und die Dunkelheit verbreitet, gleichzeitig aber Menschlichkeit (die schwarz/weißen Geister im Abgrund) anzieht. Meiner Meinung nach kann das nur bei jemandem der sehr sehr nah an der Quelle aller Menschlichkeit sitzt passieren. Wie wir an anderer Stelle erfahren ist die Quelle aller Menschlichkeit die vierte Herrscherseele, die dunkle Seele. Und wer wäre näher an dieser Seele als der, der sie in uralten Zeiten gefunden hat und von dem seither nie wieder etwas zu hören war ?
Meiner Meinung nach ist Manus der "furtive Pygmy", also der unscheinbare Zwerg aus dem Intro, der die dunkle Seele gefunden und verteilt hat und so zum Vater der Menscheit wurde.

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