Ich bin 02 (umgeschrieben)

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Gerugon
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Ich bin 02 (umgeschrieben)

Beitragvon Gerugon » Mi 5. Aug 2015, 20:30

Captain Janesways Quartier, Gamma Schicht, 2 Tage später, January 4. 2374

Gähnend greift Kathryn zum nächsten Pad. Es war schon deutlich zu spät, doch sie wollte diese letzten Berichte noch durchgehen. Morgen würden Kes, B'Elanna, ein Sicherheitsteam und sie die Borg Drone in Cargo Bay 2 aktivieren. Dieser Moment würde vieles entscheiden, nicht nur das Leben dieser einen Drone sondern auch die technologische Entwicklung der Voyager. 'Wie viele Jahre wir wohl sparen werden wenn sie mit uns zusammen daran arbeitet Borgtechnologie in unser Schiff zu integrieren?' Doch genauso gut könnte die Aktivierung der Drone zu einem Desaster führen wenn diese sich trotz der vorgenommenen Sicherheitsvorkehrungen befreit. Seufzend widmet sich Kathryn dem Datapad.

Bericht
von: Doktor, der an: Captain, Janeway
Betreff: Medizinische Analyse der Patientin Annika Hansen
Inhalt:

Die Patientin ist weiterhin stabil und wurde bereits zur regeneration in die Cargo Bay 2 transferiert. Ihr Immunsystem wird stark unterdrückt um Abstoßung der Borgkomponenten zu verhindern. Die Funktion des organischen Immunsystems wird von einer Mischung aus Naniteninteraktion und automatischer Injektionen übernommen.
Der Hormonhaushalt wird ebenfalls stark unterdrückt wodurch Emotionen jeglicher Art nicht auftreten sollten (kann jedoch in geringem Maß nicht ausgeschlossen werden). Normalerweise würde dies bei Humanoiden zu kompletter Inaktivität führen da der Antrieb fehlt irgend etwas zu tun, bei der Patientin hingegen regeln ihre Kortikalen Implantate diese Funktionen wodurch keine Beeinträchtigung stattfindet.
Blutzirkulation ist vorhanden aber langsamer da Herzfunktionen auf ein minimum reduziert sind. Sollten Blutungen auftreten gerinnen diese jedoch schnell dank der erhöhten Viscosität. Ein weiterer Nebeneffekt besteht in der nekrotisch wirkenden Haut wie man sie von den Borg gewohnt ist.
Nahrungsaufname ist in sehr geringem Maß nötig, kann jedoch über die Alcoven erfolgen. Die Geschmacksnerven der Patientin sind zurückgebildet wordurch reguläres Essen sowohl uninteressant als auch unnötig aufwendig in der verdauung.

Folgende Operation würde ich für die nähere Zukunft vorschlagen sollte die Patientin Teil der Crew werden:
Anregung der Blutzirkulation im Gesichtsbereicht um wenigstens dort eine menschlichere Hautfarbe zu gewährleisten.
Anregung des Haarwachstums, zum einen für eine bessere Asoziation mit der Crew, zum anderen würden so die semidermalen Schläuche weniger auffallen.
Anregung der Pigmentbildung der Augen. Eine natürlichere Augenfarbe sollte förderlicher sein als ein Grauton den kein weiteres Schiffsmitglied besitzt.
Entfernen unnötiger Panzerung zur Erhöhung der Mobilität.

Mittelfristige Veränderungen:
Konzipierung eines Biosuits der einer Uniform nachgebildet ist und Funktionen des Exoskeletts übernimmt.
Mehrere craniale Eingriffe um semidermale Schläuche tiefer in das Schädelgewebe einzulassen. Hierdurch würde man die Schläuche nicht mehr sehen können.
Sobald wir eine Möglichkeit gefunden haben eine Abstoßung der Implantate zu verhindern sollte sowohl die Blutzirkulation als auch die Hormonproduktion angeregt werden.

All diese Eingriffe werde ich allerdings erst vorschlagen wenn seitens der Patientin ein Verlangen an den Tag tritt sich in diese Richtung zu verändern. Wir sollten sie ihr nicht aufdrängen Captain.


'Der Doktor hat anscheinend viel Zeit investiert in dieses Projekt. Hier sind sogar Holoskizzen für den Biosuit und eine Abbildung wie ihr Körper nach allen vorgeschlagenen Operationen aussehen würde. Hmm das sieht mir ein wenig .. anrüchig aus, aber der Doktor wird wohl seine Gründe haben warum er den Anzug so konzipiert hat.' Ihre Augen fallen auf den nächsten Bericht und kaum hat sie die ersten Zeilen gelesen ziehen sich ihre Augenbrauen gereizt zusammen.

Bericht
von: Torres, B'Elanna an: Captain, Janeway
Betreff: Die Drone
Inhalt:

Ich muss noch einmal zum Ausdruck bringen wie sehr ich der Entscheidung wiederspreche diese Drone zu stabilisieren. Sie hat verdammt noch mal versucht das Schiff zu zerstören! Nur weil wir irgendwo eine Akte mit ihrem Namen haben und sie aussieht wie ein putziges kleines Mädchen heißt das noch lange nicht das dieses .. Ding.. in irgendeiner Form anders handeln wird als die Billiarden anderer Borg da draußen die nur eine Mission haben, uns alle zu vernichten!

Nun aber zum eigentlichen Bericht. Die Drone Seven of Nine unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von den Dronen denen wir bisher begegnet sind. Sie besitzt keinen Werkzeugarm sondern hat zwei funktionsfähige biologische Arme. Ihre cognitiven Fähigkeiten sind wesentlich höher weshalb sie vermutlich für die diplomatische Mission mit der Voyager ausgewählt wurde. Außerdem ist ihr Körperpanzer anders gestaltet, anstelle einer klobigen Rüstung bestitzt sie eine schwarze eng anliegend wirkende Panzerung die weiblich Züge aufweißt. Ich kann mir allerdings nicht ausmalen warum das für die Borg eine Relavanz hatte bei der Ausstattung der Drone, vielleicht war sie eine Art Aufklärungs oder Spionageeinheit die sich flüssiger Bewegen musste? Das würde den fehlenden Werkzeugarm ebenfalls erklären der bei solch einer Funktion im Weg stehen würde.

Ein beunruhigendes Merkmal der Drone ist ihre Ähnlichkeit zu der sogenannten Borg Königin, gerade die halb unter der Haut verlaufende nach hinten gerichtete Schläuche. Dies war bei anderen weiblichen Borgdronen die ich in der Schiffsdatenbank analysiert habe nicht der Fall. Dies lässt viele mögliche Schlussfolgerungen zu .. so oder so hat diese Drone eine Sonderstellung innerhalb der Borg eingenommen und sollte somit in keinster weise unterschätzt werden.

Wir haben die gesamte Gesichtspanzerung entfernt sowie ihr Okkular und dieses durch ein elektronisch unterstütztes organisches Auge ersetzt. Es hat annähernd die selben Funktionen wir ihr Okkular und ist optisch identisch zu ihrem natürlichem Auge. Der Doktor hatte kurzfristig über ein externes Unterstützungsmodul auf ihrer Augenbraue nachgedacht aber wir konnten dies einfacher lösen, wodurch die Drone zumindest im Gesicht fast aussieht wie ein Mensch.. naja wenn man ein haarloser Zombie ist vielleicht.

Ein haarloser Zombie der körperlich (und möglicherweise intellektuell) jedem Crewmitglied überlegen ist. Dies beruht auf ihrem mechanisch verstärkten und genetisch gehärtetem Skelett sowie einer Muskelstruktur die ich bisher noch nicht komplett analysieren konnte. Es scheint sich hierbei um eine weitere hybridisierung von organischen und anorganischen Komponenten zu handeln. Der einzige Lichtblick was ihre körperlichen Attribute betrifft sind die ausgefallenen Schildsysteme. Sie ist zwar immer noch in der Lage einen Schild zu generieren, allerdigns ist dieser wesentlich schwächer und kann sich nicht mehr komplett einem Phaser anpassen. Wir sollten also in der Lage sein sie mit mehreren Salven in die Knie zu zwingen.. wenn wir solange überleben.

Was die geistigen Fähigkeiten betrifft kann ich bisher nur wenig bestätigen, es gibt allerdings Anzeichen für ein Fotografisches Gedächtniss das unterstützt wird durch außerhalb des Gehirns liegenden Speichereinheiten. Ihre Gehirnfunktion werden verstärkt, und in manchen Fällen sogar ersetzt, durch bioneurale Schaltkreise ähnlich wie die des Schiffscomputer. Dies ist ein extremes Sicherheitsrisiko, da sie sich hiermit wesentlich einfacher in die Schiffssystem hacken kann.

Alles in allem ist sie eine Tötungsmaschine die seinesgleichen sucht, die einzige Chance die wir hatten sie aufzuhalten war durch die Überlastung des Implantat das normalerweise den Kontakt zum Kollektiv sicherstellt, welches nun deaktiviert ist. Sollte dieses Ding weiterhin an Bord bleiben, empfehle ich sehr stark eine Art Killswitch einzubauen der eine ähnliche Funktion hat.


'Hrmpf.. das schlimme ist das sie recht hat. Ich mag mir noch so viele Hoffnungen machen das sie uns helfen wird schneller nach Hause zu kommen, am Ende bleibt sie einfach ein sehr sehr großes Risiko. Für den Doktor ist seine Patientin jedoch genau dies .. seine Patientin, er würde niemals der Installation eines Killswitches zustimmen.' Sie zögert lange im halbunklen ihrer Kabine, doch letztens Endes sieht sie keine andere Wahl und betätigt ihren Kommunikator. "Janeway an Torres."

"Torres hier."

"Ich hoffe ich habe sie nicht geweckt, aber es gibt da etwas das getan werden müsste vor der nächsten Alphaschicht..."





Beginn der Alphaschicht, vor Cargo Bay 2, January 5. 2374

Janeway, Kes und ein Sicherheitstrupp stehen vor dem Eingang zu Cargo Bay 2 und der Captain verdeutlicht noch einmal jedem Mitglied der Gruppe wie wichtig es ist das sich jeder ruhig verhält. "Unser Gast wird nicht riskieren jemanden von uns zu verletzen, das wäre selbst für einen Borg in dieser Situation eine unlogische Handlung und sie ist kein Teil des Borgkollektivs mehr." Sie blickt bei ihren letzten Worten noch einmal eindringlich in die Gesichter ihrer Männer. Nachdem sie sich sicher ist das jeder verstanden hat worauf sie hinaus wollte dreht sie sich um in Richtung Tür zur Cargo Bay. Kes fragt kurz etwas unsicher of B'Elanna nicht auch noch kommen wollte bekommt dann aber von Janeway erklärt das die Klingonin nicht mehr gebraucht wird. Nach dieser für die Ocampa etwas irritierenden Antwort treten alle durch das Tor.

Die Halle wirkte einschüchternd, es wurden noch keine neuen Lichtelemente installiert und somit war alles getaucht in das pulsierende grün der verbleibenden Alcoven und Terminals. Reihe um Reihen standen sie dort als stumme Zeugen für die verlorenen Borgdronen, alle vernichtet durch einen einzigen Befehl. Nur eine Drone hatte überlebt. Eine Drone die stundenlange Operation und Modifikation ertragen musste. Die Frage die sich nun stellte war wie viel Menschlichkeit noch vorhanden war in dieser unmenschlich wirkenden Hülle und ob es überhaupt Hoffnung gab auf eine friedliche Koexistenz.

In den letzten beiden Tagen war Kathryn etliche Möglichkeiten in ihrem Kopf durchgegangen wie dieses kommende Gespräch ausgehen könnte. Sie teilte ihre Sorgen mit Kes und die Ocampa brachte erfrischend viele Alternative zu den bisher für Kathryn so negativ wirkenden Ideen die sie hatte. Ähnlich wie Neelix, der ewig gut gelaunte Koch der Voyager, war auch Kes immer wieder in der Lage ein Lächeln auf Kathryns Lippen zu zaubern. Als Seven dann aus der Krankenstation entlassen wurde und zum regenerieren nach Cargo Bay 2 transportiert wurde ergriff Kes das Wort und erbat die Möglichkeit anwesend zu sein wenn Seven das erste mal seit der Trennung vom Kollektiv und der Operation wieder zu Bewusstsein kommt. Kathryn hatte schnell eingewilligt da sie sicher war das Kes eine beruhigende Wirkung auf Miss Hansen haben würde.

Nun standen die beiden vor einer regungslosen Borgstatue, flankiert von Sicherheitskräfte mit geholsterten Waffen. Ein kurzer Blick auf ihren Chrono zeigt Kathryn das es nur noch wenige Sekunden sind bis der Zyklus abgeschlossen sein müsste. Sie nutzt die Zeit um Kes so zu positionieren das im Fall der Fälle keine Gefahr für sie bestehen würde.

Ein kurzes Zischen und Klacken erfüllt den Raum und die Statue macht einen knappen Schritt nach vorne. Zwei künstliche graue Augen schlagen auf fixieren aber nichts und niemanden sondern starren teilnahmslos nach vorne. Die Mitglieder des Sicherheitstrupps legen angespannt die Hände auf ihre Waffen aber Captain Janeway macht eine abrupte Geste um die Situation zu entschärfen. "Es muss sehr verwirrend sein für dich." Ergreift Kes plötzlich das Wort und Kathryn blickt dankbar in ihre Richtung da sie trotz all ihrer Vorbereitung nicht sicher war wie sie das Gespräch anfangen sollte.

Kalte Augen geraten bei den Worten in Bewegung, erst fixieren sie die beiden Frauen vor sich dann die Mitglieder des Trupps. Sie ruhen kurz auf der Bewaffnung, nehmen dann den gesamten Raum in sich auf und landen wieder bei der Ocampa.

"Die Stimmen sind fort aber deine Stimme war die ganze Zeit bei mir." Seven sagt dies ohne Emotion doch klang es für alle Anwesenden wie eine nur allzu menschliche Geste, Dankbarkeit. Kes lächelte, auch wenn sie sich nicht ganz sicher war wie sie Janeway gestehen sollte das sie in telepathischem Kontakt mit der Drone gestanden hatte. Ihre wachsenden Telepathischen und telekinetischen Kräfte waren ein heikles Thema an Bord der Voyager und mit Ausnahme von Nelix und Tuvok sprach sie ungerne mit anderen darüber.

"Wie geht es dir?" Eine vermeidlich einfache Frage der Ocampa sorgt für scheinbar Minutenlangen Schweigen im Raum. Als keine Antwort zu kommen scheint versucht es Janewa. "Bitte machen sie sich keine Sorgen, es besteht keine Gefahr, wir möchten nur mit ihnen reden."

Sevens Kopf neigt sich leicht zur Seite und ihr Blick wandert abermals zu der Bewaffnung, bevor sich ihre gesamte Muskulatur anspannt und ihr Körperpanzer massiver wirkt als zuvor. Der Kopf wiegt sich zurück in eine aufrechte Position und sie blickt hinunter auf den Captain. Die Geste ging nicht an Kathryn vorbei und sie beißt sich leicht auf die Unterlippe bevor sie dem Trupp befiehlt sich zum Eingang der Cargo Bay zurückzuziehen. Sofort entspannt sich Sevens Körper wieder und wirkt nun wieder wie eine gepanzerte weibliche Form und nicht wie ein alptraumhafter spinnenartiger Panzer eines breitschultrigen Ritters.

Kes beoabachtet die Situation besorgt und entschließt sich dann telepathisch wieder Kontakt aufzubauen. 'Captain Janeway ist hier um herauszufinden was deine Absichten sind.' In der geordneten Schwärze regt sich etwas und blasse Lippen formen sich zu einer Frage. "Warum wurde dieser Körper nicht vernichtet?" Graue Augen fixieren den Captain und erwarten eine Antwort.

"Die Verbindung zum Kollektiv wurde zerstört, wir haben sie befreit und übernehmen nun die Verantwortung für diese Handlung." Kathryn steht aufrecht und mit stolzem Kinn vor der Drone, ein Bild der Zuversicht und Entschlossenheit.

"Dieser Körper wurde verstümmelt, dieser Verstand telepathisch manipuliert, gefangen auf einem fremden Schiff, unter bewaffneter Aufsicht, mit einer ferngesteuerten thermalen Ladung im Genick nachdem unsere Vereinbarung gebrochen und etliche Borg vernichtet wurden und wir daraus unsere Konsequenzen ziehen mussten. Ihre Definition von Befreiung ist irreführend Captain. Was sind ihre Forderungen?"

Unbehaglich knirscht Captain Janeway kaum merklich mit den Zähnen, ihre Augen brechen ungewollt kurz den Kontakt zu der Borg und huschen zu Kes, welche sie empört anstarrt. "Captain?! Was meint s.." Kathryn unterbricht die Ocampa mit einem finsteren Blick und verkneift sich ihrerseits anklagende Fragen zu stellen. 'Kes hatte Kontakt mit ihr? Warum hat sie mir nicht davon berichtet?'

"Ich habe keine Forderungen.. wir sind hier um zu entscheiden wie wir weiter vorgehen können." Versucht Kathryn die Situation zu retten aber ohne viel Erfolg. Die Drone macht einen weiteren halben Schritt vor und blickt auf den Captain hinunter. "Sie wollen also nicht das ich bei den Reperaturen im Maschinenraum aushelfe und sollte ich versuchen Kontakt mit dem Kollektiv aufbauen meinen Schädel sprengen?"

"Es ist nur eine Notlösung!" Platz es Kathryn heraus, wütend über sich das sie gezwungen war so zu handeln, wütend auf die Drone die alles zu schnell durchschaut hat, wütend auf Kes für das fehlende Vertrauen. "Ich würde niemals jemanden mit so einem Mittel zu irgend etwas zwingen." Kalte Augen blicken unbeeindruckt weiter auf sie hinab bevor die Drone einen Schritt zurück macht, sich mit einem Klicken und Zischen wieder in den Alcoven einrastet und die Augen schließt.

Fluchend blickt Kathryn zu Kes als klar wird das mit dieser Geste jedliche Kommunikation als gescheitert betrachtet werden durfte, diese erwiedert trotzig den Blick. Mit einer Handbewegung befehligt Janeway dem Sicherheitstrupp ihr und Kes aus der Cargo Bay zu folgen. Die Borggruft hinter sich lassend atmet Kathryn tief durch, weist die Sicherheitskräfte an vor der Cargo Bay Position zu beziehen und widmet sich dann Kes. "Wir müssen reden."





Kurz darauf im Bereitschaftsraum des Captains

"Woher konnte sie sonst von meinen Absichten wissen?!"
"Ich habe nichts dergleichen getan! Sie muss es geraten haben."
"Borg raten nicht! Borg wissen. Sie haben etliche Sicherheitsprotokolle gebrochen und jedliches Vertrauen zunichte gemacht."
"ICH? Ich habe das Vertrauen zu ihr gebrochen? ICH habe keine Bombe in sie implantieren lassen! Ich habe keine Waffen auf sie gerichtet nach ihrem ersten Erwachen nach 20 Jahren Gefangenschaft bei den Borg!"

Hin und her fliegen die Anschuldigungen, der Schmerz und die Enttäuschung. Kathryn lässt sich entkräftet auf ihren Stuhl fallen und reibt sicht die Schläfen. Es war schwer zu sagen wer von beiden .. mehr.. Schuld trug an diesem Debakel, aber das war nicht der Punkt macht sich Captain Janeway nun klar. "Wir haben uns beide falsch verhalten.. beide aus unseren Gründen. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen das ich die Sicherheit meiner Crew und meines Schiffes vor die von Seven of Nine gestellt habe und sie? Sie wollten sie beschützen?" Fragend blickt sie zu Kes die etwas weiter entfernt auf einer Couch sitzt.

"Ja .. nein .. es ist kompliziert." Sagt sie frustriert. "Ich habe seit ihrer Operation versucht ihr beizustehen und war mir nicht sicher wie ich es erklären sollte. Es ist schwer genug zu ertragen wenn die Crew mich schief anschaut weil ich Dinge mit meinem Verstand bewegen kann, wie würde sie erst reagieren wenn sie wüsste das ich ihren Verstand eindringen kann? Jeder würde sich bedroht fühlen."

Kopfschüttelnd blickt Kathryn weg. 'Sie hat recht, verdammt noch mal alle haben recht. Ich habe recht, Sie hat recht, Seven of Nine, Chakotey. Alle haben recht und alle liegen falsch.' "Kes.." Beginnt sie nun weicher. ".. haben sie Seven of Nine irgend etwas über meine Absicht gesagt das ich sie kurzfristig, unter Bewachung, auf dem Maschinenraum einsetzen wollte?" Die Ocampa schüttelt den Kopf und verneint. "Gut.. puhh.. das ist eine verdammt verzwickte Situation. Vorschläge?"

"Lassen sie umgehend diesen Sprengsatz entfernen, wie können sie erwarten einen ernsten Dialog zu führen solange sie sie dermaßen unter Druck setzen?" Kathryn hatte es kommen sehen, natürlich würde die Kes dies verlangen, sie war schon immer ein viel zu gütiges Wesen. "Kes.. dann stünde ich wieder genau vor der Entscheidung die ich zuvor hatte. Ich kann ihr nicht trauen, sie ist zu gefährlich. Selbst wenn wir durchgehend ein ganzes Team auf sie abstellen könnte es ihr gelingen die Borg zu kontaktieren, die Crew anzugreifen oder das Schiff zu zerstören. Der Sprengsatz ist nicht ohne Grund angebracht worden.."

"Es muss einen anderen Weg geben!" Wütend steht die Ocampa auf und geht in Richtung Tür. "Ich hätte mehr von ihnen erwartet Captain!" Stöhnend lehnt sich Kathryn in ihrem Stuhl zurück als sich die Tür zischend hinter der Blondine schließt. 'Ich wünschte es gäbe einen..'

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